21 April 2026, 06:30

Rechtsextreme Gewalt unter Jugendlichen in Brandenburg erreicht alarmierenden Höchststand

Menschen mit einem Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Pfahl, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Rechtsextreme Gewalt unter Jugendlichen in Brandenburg erreicht alarmierenden Höchststand

Rechtsextreme Gewalt unter Jugendlichen in Brandenburg steigt dramatisch an

Laut der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nimmt rechtsextreme Gewalt unter jungen Menschen in Brandenburg besorgniserregend zu. Die Behörden verzeichneten im vergangenen Jahr einen Anstieg solcher Straftaten um 28,3 Prozent – die Täter werden dabei immer jünger und aggressiver. Die GdP fordert nun dringende Maßnahmen, um die Entwicklung zu stoppen, bevor sie weiter eskaliert.

Im Jahr 2023 wurden in Brandenburg 145 gewalttätige rechtsextreme Straftaten registriert, deutlich mehr als im Vorjahr. Die GdP warnt, dass extremistische Gruppen gezielt Jugendliche mit maßgeschneiderter Propaganda anwerben, sie zu Gegenprotesten mobilisieren und Angriffe auf öffentliche Veranstaltungen schüren. Viele der jungen Täter nutzen zudem digitale Plattformen, um sich zu vernetzen und ihre Ideologie zu verbreiten.

Anita Kirsten, Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, verlangt eine abgestimmte Reaktion von Polizei, Politik und Gesellschaft. Sie betont die Notwendigkeit einer stärkeren Polizeipräsenzen in Gefahrengebieten sowie einer engeren Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen. Innenminister Jan Redmann schlägt unterdessen vor, die Strafmündigkeit von 14 auf 12 Jahre herabzusetzen. Seiner Meinung nach müssen auch jüngere Täter bei schweren Straftaten Konsequenzen spürbar machen.

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Der Vorschlag hat eine Debatte ausgelöst, ob 12- und 13-Jährige die Tragweite ihres Handelns überhaupt vollumfänglich begreifen können. Kritiker fragen sich, ob härtere Strafen die Radikalisierung junger Menschen verhindern oder sie stattdessen noch tiefer in extremistische Kreise treiben. Trotz der unterschiedlichen Standpunkte sind sich die Verantwortlichen einig: Die aktuelle Entwicklung erfordert sofortiges Handeln.

Die rechtsextreme Jugendszene in Brandenburg wird zunehmend enthemmter und gewaltbereiter – die Kriminalstatistik des vergangenen Jahres unterstreicht die Dringlichkeit des Problems. Während die Gewerkschaft der Polizei und Politiker für schärfere Präventivmaßnahmen plädieren, bleibt die Wirksamkeit einer Herabsetzung der Strafmündigkeit umstritten. Nun geht es darum, wie Schulen, Polizei und lokale Gemeinschaften gemeinsam gegen die wachsende Bedrohung vorgehen können.

Quelle