08 May 2026, 00:38

Rekord bei ausländischen Studierenden – doch unseriöse Praktiken gefährden ihren Erfolg

Offenes Buch mit handgeschriebener Schrift auf altem Papier, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland, mit schwachen Wasserzeichen am Boden.

Rekord bei ausländischen Studierenden – doch unseriöse Praktiken gefährden ihren Erfolg

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Zweifel an unseriösen Praktiken

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Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland hat mit über 402.000 Eingeschriebenen im Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand erreicht. Fast 60.000 von ihnen kommen aus Indien – damit stellen sie die größte Gruppe ausländischer Studierender im Land. Doch gleichzeitig mehren sich die Bedenken wegen fragwürdiger Methoden einiger privater Hochschulen und Vermittlungsagenturen, die gezielt diese Studierenden anwerben.

Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat Alarm geschlagen und bestimmte private Hochschulen in Deutschland kritisiert. Er hinterfragt, warum einige ihrer Studiengänge – insbesondere in Berlin – trotz unrealistischer Versprechungen an internationale Studierende staatlich anerkannt sind. Viele dieser Einrichtungen nutzen offenbar Schlupflöcher aus und setzen die Studierenden so Risiken aus.

Besonders betroffen sind indische Studierende. Vermittlungsagenturen in Indien agieren in einer rechtlichen Grauzone und verdienen daran, Studierende an deutsche Hochschulen und andere Ziele zu vermitteln. Mukherjee warnte deutsche Einrichtungen davor, mit solchen Agenturen zusammenzuarbeiten, und forderte strengere Kontrollen für private Hochschulen.

Angesichts der Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland unterstreicht Mukherjees Kritik ein wachsendes Problem. Der starke Anstieg der Immatrikulationen lenkt den Blick auf die Notwendigkeit besserer Regulierung, um Studierende vor irreführenden Studiengängen und unethischen Anwerbepraktiken zu schützen.

Mukherjees Warnungen setzen die Behörden unter Druck, die Akkreditierungsstandards für private Hochschulen zu überprüfen. Strengere Auflagen könnten helfen, die Ausbeutung internationaler Studierender – insbesondere aus Indien – zu verhindern. Die Entwicklungen könnten künftige Richtlinien für die Anwerbung ausländischer Studierender in Deutschland prägen.

Quelle