Rentenreform 2025: Neues Altersvorsorgekonto ersetzt Riester-Rente mit mehr Risiko und Renditechancen
Madlen ScholzRentenreform 2025: Neues Altersvorsorgekonto ersetzt Riester-Rente mit mehr Risiko und Renditechancen
Deutschland reformiert sein Rentensparsystem grundlegend: Ab 2025 soll ein neues leistungsorientiertes Altersvorsorgekonto die Riester-Rente ersetzen. Dieses bietet risikoreichere Kapitalanlagen ohne Garantien – und zielt darauf ab, mehr Selbstständige zur privaten Altersvorsorge zu bewegen.
Mit dem Altersvorsorge-Reformgesetz wird zum 1. Januar 2025 ein neues Kontomodell eingeführt. Anders als bisherige Modelle setzt es auf Renditechancen am Kapitalmarkt, garantiert jedoch keine Auszahlungen. Sparer müssen höhere Risiken in Kauf nehmen, erhalten dafür aber Potenzial für stärkere Wertentwicklung.
Die Reform sieht deutlich höhere staatliche Zuschüsse vor. Künftig haben alle Selbstständigen – unabhängig vom Versicherungsstatus – Anspruch auf Förderung, darunter auch Personen mit Einkünften nach bestimmten Steuerparagraphen. Der Staat übernimmt nun 50 Prozent der Beiträge bis zu 360 Euro und 25 Prozent bis zu 1.800 Euro, sodass die maximale Jahresförderung auf 540 Euro steigt. Eltern, die jährlich 300 Euro einzahlen, erhalten sogar einen vollen 100-Prozent-Zuschuss.
Auch die Gebühren sinken: Die maximale Belastung für ein Standardkonto reduziert sich von 1,5 auf 1 Prozent. Die Änderungen treten zum 1. Januar 2027 vollständig in Kraft und besiegeln das endgültige Aus für die Riester-Rente.
Im Fokus der Reform stehen Selbstständige, die oft keinen Zugang zu betrieblicher Altersvorsorge haben. Mit höheren Zuschüssen und niedrigeren Kosten will die Regierung die private Vorsorge attraktiver machen. Der Wechsel zu marktbasierten Konten markiert einen tiefgreifenden Wandel in der deutschen Altersvorsorge.






