Schneider fordert Tempo bei Energiewende – und lehnt Kerosin-Subventionen ab
Madlen ScholzSchneider fordert Tempo bei Energiewende – und lehnt Kerosin-Subventionen ab
Umweltministerin Steffi Schneider warnt: Energiewende muss schneller und bezahlbar bleiben
Umweltministerin Steffi Schneider hat vor einem zu langsamen Tempo bei der Energiewende gewarnt und betont, dass sie für Verbraucher und Unternehmen erschwinglich bleiben müsse. Gleichzeitig wies sie Forderungen der Luftfahrtbranche nach Steuererleichterungen für Kerosin oder einer Aussetzung des Emissionshandels zurück. Ihre Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung unter Druck steht, das Wirtschaftswachstum angesichts anhaltender Krisen zu stabilisieren.
Schneider bezeichnete die aktuelle wirtschaftliche Lage als "ernsten Schock". Sie stellte klar, dass der Staat nicht jedes Problem durch höhere Ausgaben lösen könne. Stattdessen forderte sie einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und verwies auf den Iran-Konflikt als Beleg für die Notwendigkeit einer größeren Energieunabhängigkeit.
Die Ministerin äußerte zudem Zweifel, ob die von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche vorgeschlagenen Energiereformen tatsächlich Wirksamkeit entfalten würden. Sie wies darauf hin, dass es sich dabei bisher nur um Pläne handele, nicht um beschlossene Gesetze. Gleichzeitig rief sie die Airlines auf, auf nachhaltige Flugkraftstoffe umzusteigen, und kritisierte deren anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Unterdessen arbeitet die Bundesregierung daran, die Folgen der Krise einzudämmen. Dazu gehören Maßnahmen zur Verhinderung eines starken Anstiegs der Arbeitslosigkeit sowie die Unterstützung besonders betroffener Branchen.
Schneiders Aussagen unterstreichen den Druck für einen schnelleren Umstieg auf grüne Energien. Die Luftfahrtbranche steht vor der Herausforderung, auf klimafreundlichere Kraftstoffe umzusteigen, während Steuervergünstigungen für Kerosin weiterhin ausgeschlossen bleiben. Die Regierung setzt weiterhin auf ein Krisenmanagement, das nicht allein auf staatliche Ausgaben setzt.






