20 March 2026, 21:01

SPD in Rheinland-Pfalz kämpft um Macht – Schweitzer lässt Koalition mit CDU offen

Ein Bleistift-Zeichnung mit dem Titel "Nürnberg, Deutschland" von Joseph Mallord William Turner, die eine Stadtansicht mit einem Fluss, Gebäuden, Bäumen und einer Brücke zeigt.

Schweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - SPD in Rheinland-Pfalz kämpft um Macht – Schweitzer lässt Koalition mit CDU offen

Der Wahlkampf für die nächste Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wird enger – die SPD steht vor ihrer größten Herausforderung seit Jahrzehnten. Spitzenkandidat Alexander Schweitzer zeigt sich zwar siegessicher, schließt eine große Koalition mit der CDU aber nicht aus. Unterstützung erhält er von drei ehemaligen SPD-Ministerpräsidenten des Landes, was seiner Bewerbung um die Führung zusätzlichen Nachdruck verleiht.

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Seit 1991 regiert die SPD in Rheinland-Pfalz, doch aktuelle Umfragen deuten auf einen Wandel hin. Bei der Wahl 2021 erreichte die Partei mit 35,7 Prozent ihr bestes Ergebnis seit Jahren, während die CDU auf 27,7 Prozent fiel. Nun, kurz vor der Wahl 2026, liegt die CDU in den Umfragen mit 28 bis 29 Prozent knapp vor der SPD, die bei 27 Prozent steht.

Schweitzer hat klargestellt, dass er in keiner von der CDU geführten Regierung mitwirken werde, falls seine Partei unterliegt. Gleichzeitig lässt er die Option einer Koalition beider Parteien offen und betont seinen Anspruch, an der Spitze zu bleiben. Bei Wahlkampfveranstaltungen verglich er Führung mit dem Steuern eines Lastkahns durch stürmische Gewässer – in unsicheren Zeiten komme es vor allem auf Erfahrung an.

Rückendeckung erhält Schweitzer von den früheren SPD-Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Ihre Unterstützung unterstreicht den Willen der Partei, ihre jahrzehntelange Vorherrschaft in der Region zu verteidigen.

Die Wahl am 22. März 2026 wird die 35-jährige Regierungszeit der SPD auf die Probe stellen. Schweitzers Weigerung, eine große Koalition auszuschließen, deutet auf mögliche Sondierungsgespräche hin – je nach Wahlergebnis. Der knappe Wahlkampf bedeutet, dass beide Parteien als stärkste Kraft hervorgehen könnten und damit die politische Landschaft des Landes neu gestalten würden.

Quelle