14 April 2026, 22:31

SPD-Reformen: Rehlinger fordert faire Steuern – aber keine Mehrwertsteuer-Erhöhung

Plakat mit fetter schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für Wohlhabende und Großkonzerne noch weiter." anzeigt.

SPD-Reformen: Rehlinger fordert faire Steuern – aber keine Mehrwertsteuer-Erhöhung

Die SPD bereitet sich darauf vor, ihre Reformpläne auf einer Konferenz an diesem Freitag vorzustellen. Anke Rehlinger, die saarländische Ministerpräsidentin und SPD-Politikerin, hat bereits ihre Position zu zentralen finanziellen Änderungen dargelegt. Ihre Vorschläge zielen auf mehr Steuergerechtigkeit ab, lehnen aber einige viel diskutierte Maßnahmen ab.

Rehlinger spricht sich entschieden gegen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer aus. Sie warnte, dass ein solcher Schritt die Lebenshaltungskosten weiter in die Höhe treiben würde. In ihren Worten: "Davon halte ich überhaupt nichts. Das würde das Leben für alle nur noch teurer machen, als es ohnehin schon ist."

Bei der Erbschaftsteuer plädiert sie für einen anderen Ansatz. Derzeit zahlen Erben bescheidener Summen einen höheren Steuersatz als diejenigen, die Millionen erhalten. Rehlinger bezeichnete dies als ungerecht und forderte eine Reform, die die Steuersätze nach der Höhe des Erbes staffelt. Sie präzisierte: "Es geht darum, eine faire Besteuerung durchzusetzen – nicht darum, die Steuern zu erhöhen."

Zudem unterstützt sie den Plan von Finanzminister Lars Klingbeil, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Allerdings bestehe sie darauf, dass bestehende Begünstigte ihre aktuellen Vorteile behalten. Ihr Ziel ist es, diejenigen zu schützen, die bereits auf das System angewiesen sind, während gleichzeitig umfassendere Änderungen vorgenommen werden.

Bei der Einkommensteuer will Rehlinger die Belastung für 95 Prozent der Steuerzahler verringern. Gleichzeitig schlägt sie vor, dass die höchsten Verdienstgruppen stärker zur Kasse gebeten werden. Das Ziel ist eine Verschiebung der Steuerlast – weg von mittleren und niedrigen Einkommen.

Rehlingers Vorschläge konzentrieren sich darauf, den finanziellen Druck für die Mehrheit der Steuerzahler zu verringern, während vermögendere Personen und große Erbschaften stärker in die Pflicht genommen werden sollen. Auf der anstehenden SPD-Konferenz wird sich zeigen, wie diese Ideen in das größere Reformvorhaben der Partei eingebettet werden. Die Debatte über Mehrwertsteuer, Erbschaftsteuer und Ehegattensplitting wird voraussichtlich weitergehen, während Politiker zwischen Gerechtigkeit und wirtschaftlichen Auswirkungen abwägen.

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