SPD will Ehegattensplitting abschaffen – und setzt auf Familiengerechtigkeit statt Rollenklischees
Gunda JopichNord-SPD fordert Reform der Ehegattensplitting - SPD will Ehegattensplitting abschaffen – und setzt auf Familiengerechtigkeit statt Rollenklischees
Die SPD in Schleswig-Holstein drängt auf grundlegende Reformen des gemeinsamen Steuermodells für Ehepaare in Deutschland. Das aktuelle Ehegattensplitting, das seit Jahrzehnten in der Kritik steht, festige veraltete Rollenbilder. Die Partei fordert nun den Wechsel zu einem nachrichten aktuell Splitting, das Familien besser fördern und die Chancengleichheit von Frauen auf dem Arbeitsmarkt stärken soll.
Das bestehende Ehegattensplitting stammt aus dem Jahr 1958 – einer Zeit, in der Frauen oft die Erlaubnis ihres Ehemanns benötigten, um arbeiten zu dürfen. Noch immer begünstigt es Haushalte, in denen ein Partner deutlich mehr verdient als der andere. Die SPD wirft dem System vor, falsche Anreize zu setzen: Es halte Frauen davon ab, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, und spiegle moderne Familienstrukturen nicht wider.
Im geplanten nachrichten aktuell Splitting würden Kinder im Mittelpunkt der Steuerberechnung stehen. Die Steuerlast würde mit jedem weiteren Kind sinken – und zwar sowohl für verheiratete als auch für alleinerziehende Elternteile. Ziel der Reform ist es, alle Familien gleich zu behandeln, unabhängig vom Familienstand.
Laut SPD benachteiligt das aktuelle Modell einkommensschwache und mittlere Haushalte, während es gutverdienende Alleinverdiener-Familien begünstigt. Durch die Neuausrichtung der Steuerentlastung an Kindern statt am Ehestatus will die Partei finanzielle Hürden für berufstätige Eltern abbauen und die Gleichstellung der Geschlechter vorantreiben.
Der Reformvorschlag zielt darauf ab, die Steuerpolitik an die heutigen Familienrealitäten anzupassen. Wird das nachrichten aktuell Splitting eingeführt, wäre dies ein radikaler Bruch mit dem Modell von 1958 – mit klarer Priorität für die Bedürfnisse von Kindern und dem Abbau von Arbeitsanreizhemmnissen für Frauen. Die SPD fordert die Landesregierung nun auf, die Änderungen auf Bundesebene zu unterstützen.
National SPD und Grüne drängen auf eine Steuerreform bis 2026, um die Arbeitsmarktteilnahme von Frauen zu erhöhen
Die Bundesvorsitzende der SPD, Wiebke Esdar, und der Grünen-Politiker Andreas Audretsch haben sich dafür eingesetzt, das Ehegattensplitting bis Sommer 2026 zu reformieren. Ihre Vorschläge umfassen:
- 'Eine faire und moderne Reform', um die Geschlechtergerechtigkeit in der Besteuerung zu verbessern.
- Die Einführung einer individuellen Besteuerung mit übertragbaren Grundfreibeträgen für neue Ehen.
- Die Betonung, dass solche Reformen die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen stärken und das Armutsrisiko verringern würden.