Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2026
Gunda JopichVerhindert der Spritpreis Besuche in Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2026
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – trotz Sorgen um steigende Spritkosten
Trotz wachsender Bedenken wegen der explodierenden Kraftstoffpreise rüsten sich Thüringens Freilichtmuseen für eine lebhafte Saison. Mehrere Einrichtungen, darunter das Hennebergische Museum und die Thüringer Freilichtmuseen, präsentieren 2026 neue Ausstellungen und Veranstaltungen. Doch die stark gestiegenen Spritpreise – angetrieben durch globale Spannungen und höhere CO₂-Abgaben – trüben die Erwartungen an die Besucherzahlen.
Das Hennebergische Museum Kloster Veßra hat seine Ausstellungen überarbeitet und alte Stallungen für neue Attraktionen umgenutzt. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr das Museumsfest, ein Gartenmarkt sowie die Musikveranstaltung Klosterklang. Die Thüringer Freilichtmuseen in Rudolstadt öffnen unterdessen am 1. April mit modernisierten Angeboten wieder ihre Pforten. Geplant sind das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kinoabende und Sommertheateraufführungen.
Die Funkenburg in Westgreußen startet wie gewohnt zu Ostern in die Saison – trotz finanzieller Engpässe. Besucher können eine Oster-Eiersuche, ein Café, eine lebendige Darstellung der Völkerwanderungszeit sowie das Funkenburg-Festival erleben. Beliebte Rückkehrer sind der Handwerkertag (12. April), der Schäfertag (1. August) und ein erweiterter Thüringer Käsemarkt (6. September).
Das Freilichtmuseum Hohenfelden kämpft hingegen mit den Herausforderungen seiner abgelegenen Lage. Der Hauptstandort öffnet am 28. März wieder, ein neues Besucherzentrum soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Um die Erreichbarkeit zu verbessern, wird ab Ostern ein Wochenend-Busshuttle von Erfurt eingerichtet. Museumsleiterin Franziska Zschäck äußerte jedoch Bedenken, dass hohe Spritpreise potenzielle Gäste abschrecken könnten.
Seit Anfang 2026 sind die Kraftstoffkosten stark angestiegen – ausgelöst durch die Blockade der Straße von Hormus und höhere CO₂-Preise. Zwischen Ende Februar und Mitte März kletterte der Dieselpreis um 54,5 Cent auf 2,29 Euro pro Liter, während Super E10 um 30,8 Cent auf 2,08 Euro zulegte. Am 18. März erreichte Diesel mit 2,17 Euro pro Liter einen Rekordwert und lag damit über dem EU-Durchschnitt.
Thüringens Museen balancieren zwischen neuen Angeboten und wachsenden Sorgen um die Erreichbarkeit. Die hohen Spritpreise könnten insbesondere autabhängige Standorte wie Hohenfelden treffen und die Besucherzahlen dämpfen. Ob die Saison ein Erfolg wird, hängt davon ab, wie das Publikum auf das Programm – und die finanziellen Belastungen – reagiert.






