16 April 2026, 02:31

U-Bahn-Streit in Berlin: SPD-Chef Saleh attackiert U7-Pläne von Senatorin Bonde

Farbenfrohe Linien auf einer alten Karte von Berlin, Deutschland, zeigen die Route des Berliner U-Bahn-Systems.

U-Bahn-Streit in Berlin: SPD-Chef Saleh attackiert U7-Pläne von Senatorin Bonde

Der Streit um die Berliner Verkehrspläne hat sich verschärft, nachdem SPD-Chef Raed Saleh die Vorschläge für die U-Bahn-Linie U7 scharf kritisiert hat. Der aktuelle Entwurf, der von Verkehrssenatorin Ute Bonde unterstützt wird, sieht keinen Weiterbau der U7 über den Bahnhof Spandau Rathaus hinaus vor – mit Verweis auf die hohen Kosten. Saleh wirft der Entscheidung vor, die Bewohner in den benachteiligten Stadtteilen Spandaus ungerechtfertigt zu benachteiligen.

Saleh hat deutlich gemacht, dass er Bondes Verkehrsstrategie ablehnt. Bei einem Gespräch mit dem regierenden Bürgermeister Kai Wegner brachte er seine Bedenken vor und betonte, der Plan werde den Bedürfnissen Spandaus nicht gerecht. Seine Fraktion hat bereits angekündigt, den Entwurf in der aktuellen Form nicht zu unterstützen.

Bonde räumte ein, dass die finanziellen Hürden für einen U-Bahn-Ausbau beträchtlich seien. Eine Kosten-Nutzen-Analyse kam zu dem Schluss, dass eine Verlängerung der U7 nicht wirtschaftlich sinnvoll wäre. Sie betonte, dass zunächst weitere Untersuchungen zu möglichen Streckenführungen und Systemalternativen abgeschlossen werden müssten, bevor vorläufige Entscheidungen getroffen werden könnten.

Trotz der Vorbehalte der Verkehrsverwaltung zeigt sich Wegner offen für eine spätere Verlängerung der U7. Seine Regierung hat die Verbesserung der Anbindungen an die Berliner Außenbezirke priorisiert, darunter Modernisierungen der Linien U7 und U8 sowie des Verkehrsknotenpunkts Mexikoplatz. Die Haltung des Bürgermeisters steht damit im Kontrast zu Bondes zurückhaltenderem Ansatz und lässt die Zukunft des Projekts ungewiss erscheinen.

Salehs Frustration richtet sich vor allem gegen die sofortige Ablehnung des U7-Plans. Er behauptet, die Entscheidung ignoriere den wachsenden Bedarf Spandaus nach besseren Verkehrsverbindungen, insbesondere in Gebieten mit wenigen Alternativen. Seine Kritik unterstreicht die Spannungen zwischen Kostensorgen und der Notwendigkeit einer ausgebauten Infrastruktur in unterversorgten Stadtteilen.

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Die Uneinigkeit wirft Fragen über die Zukunft der U7-Verlängerung auf: Salehs Fraktion zieht ihre Unterstützung für den Verkehrsplan zurück, Bondes Forderung nach weiteren Studien verzögert konkrete Zusagen, während Wegners Offenheit die Möglichkeit am Leben erhält. Für die Spandauer Bewohner bleibt die Unsicherheit über langfristige Verbesserungen ihres U-Bahn-Netzes damit vorerst bestehen.

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