VdK-Präsidentin Bentele warnt vor unsozialen Sparplänen in der Krankenversicherung
Gebhard auch SchlauchinVdK-Präsidentin Bentele warnt vor unsozialen Sparplänen in der Krankenversicherung
Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK, hat sich gegen geplante Sparmaßnahmen in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgesprochen. Vor der Vorstellung des Berichts der Gesundheitsfinanzkommission warnte sie, dass höhere Zuzahlungen oder Praxisgebühren chronisch Kranke, ältere Menschen und einkommensschwache Patientinnen und Patienten unverhältnismäßig belasten würden.
Die Gesundheitsfinanzkommission wird am Montag 60 Einsparvorschläge vorlegen. Bentele betonte, dass Reformen keinesfalls zu Leistungskürzungen für die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen führen dürften. Zudem lehnte sie die Abschaffung der beitragsfreien Familienversicherung ab und bezeichnete dies als "versteckte Beitragserhöhung".
Stattdessen schlug Bentele strukturelle Änderungen vor, um Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen. Dazu gehöre die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze sowie die Ausweitung der beitragspflichtigen Einnahmearten. Zudem forderte sie die Leistungserbringer auf, eine vorübergehende Ausgabenbegrenzung zu akzeptieren.
Der VdK erwartet, dass die Vorschläge der Kommission die finanzielle Belastung der Beitragszahler verringern, ohne die Leistungen zu kürzen. Bentele argumentierte, dass gesamtgesellschaftliche Kosten im Gesundheitswesen vom Bund getragen werden sollten und nicht auf Einzelne abgewälzt werden dürften.
Benteles Position unterstreicht die Sorge, wie Sparmaßnahmen besonders schutzbedürftige Gruppen treffen könnten. Der anstehende Bericht der Kommission wird zeigen, ob Reformen die Finanzen konsolidieren können, ohne die Versorgungsqualität zu beeinträchtigen. Der VdK bleibt dabei unnachgiebig in seiner Forderung nach einer gerechteren Finanzierung – und ohne Leistungskürzungen.






