12 June 2026, 16:23

Ver.di-Chef Werneke bleibt hart: "Kernforderungen bleiben ungelöst"

Verdi warnt vor sozialen Einschnitten nach Gipfeltreffen

Ver.di-Chef Werneke bleibt hart: "Kernforderungen bleiben ungelöst"

Frank Werneke, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, hat nach einem Treffen mit den Spitzen der Koalition und den Sozialpartnern seine Forderungen bekräftigt. Die Gespräche im Kanzleramt bezeichnete er sowohl in der Form als auch in der Atmosphäre als positiv. Gleichzeitig betonte er, dass die zentralen Anliegen seiner Gewerkschaft weiterhin ungelöst seien.

Werneke erklärte, die Koalitionsspitzen hätten mit großer Aufmerksamkeit und aufrichtigem Interesse zugehört. Dennoch machte er deutlich, dass sich an den Kernforderungen der Gewerkschaft nichts geändert habe. Zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften bestehe weiterhin Uneinigkeit in zentralen Fragen wie den Sozialversicherungssystemen, der Arbeitsmarktpolitik und der Arbeitszeitregelung.

Er warnte vor Reformen, die zu Kürzungen im Sozialsystem führen könnten. Stattdessen forderte er Veränderungen, die die Kaufkraft stärken und das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Werneke betonte zudem, dass seine Gewerkschaft keine „Schattenregierung“ sei, aber ihre Argumente vorbringen und weiter dialogbereit bleiben werde.

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Als nächsten Schritt müsse die Koalition nun Entscheidungen treffen, so der Gewerkschaftschef. Ver.di werde die Ergebnisse anschließend prüfen und eigene Schlussfolgerungen ziehen.

Das Treffen zeigte einmal mehr die anhaltenden Differenzen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften in zentralen Politikbereichen. Wernekes Gewerkschaft wird nun abwarten, wie die Koalition entscheidet, bevor sie reagiert. Im Fokus stehen weiterhin Reformen, die den Sozialstaat schützen und gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung fördern.

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