17 April 2026, 02:31

Warum wir uns nachts unsicher fühlen – selbst an harmlosen Orten

Eine USA-Karte, die die Gewaltkriminalitätsrate pro 100.000 Einwohner je Bundesstaat anzeigt, mit dunkleren Schattierungen für höhere Kriminalitätslevels und zusätzlichen Datendetails unten.

Warum wir uns nachts unsicher fühlen – selbst an harmlosen Orten

Die meisten Menschen im Vereinigten Königreich geben an, sich in ihren Häusern und Nachbarschaften sicher zu fühlen – über 90 Prozent zeigen sich zuversichtlich, was ihre Sicherheit betrifft. Dennoch variieren die Wahrnehmungen von Sicherheit je nach Tageszeit, Ort und persönlichen Umständen. Eine neue Analyse zeigt: Die Orte, an denen sich Menschen am stärksten bedroht fühlen, decken sich nicht immer mit den Schauplätzen, an denen tatsächlich die meisten Straftaten verübt werden.

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Fast drei von zehn Gewaltverbrechen im Jahr 2024 ereigneten sich in öffentlichen Räumen. Dennoch ist das größte Unbehagen zu spüren, wenn Menschen nach Einbruch der Dunkelheit allein unterwegs sind. Nachts, besonders in abgelegenen oder schlecht beleuchteten Gegenden, fühlen sich viele verletzlich – selbst wenn die tatsächliche Kriminalitätsrate dort niedrig bleibt.

Als sogenannte "Angsträume" gelten oft Orte, die durch Verwahrlosung oder soziale Unordnung geprägt sind. Diese Locations wirken bedrohlich, entsprechen aber nicht durchgehend den Kriminalitätsstatistiken. Eine Ausnahme bilden Bahnhöfe, wo sich öffentliche Besorgnis und reale Straftaten überschneiden. Die Gelegenheiten für Diebstähle und die höhere Polizeipräsenzen tragen zu diesem Muster bei.

Kriminalität insgesamt ist in Städten häufiger als auf dem Land. Urbane Umgebungen bieten mehr Gelegenheiten für Straftaten und eine schwächere nachbarschaftliche Kontrolle. In offiziellen Statistiken tauchen junge Männer am häufigsten als Täter auf. Forscher führen dies auf Faktoren wie Gewalt in der Kindheit, niedriges Haushaltseinkommen und den Umgang mit abweichenden Gleichaltrigen zurück – allesamt Schlüsselfaktoren für die Jugendkriminalität.

Die Kluft zwischen wahrgenommener Gefahr und tatsächlicher Kriminalität verdeutlicht, wie stark persönliche Erfahrungen die Sicherheitswahrnehmung prägen. Zwar fühlen sich die meisten Menschen zu Hause sicher, doch öffentliche Räume – besonders nachts – bleiben ein zentraler Angstfaktor. Ein besseres Verständnis dieser Unterschiede könnte helfen, Polizeiarbeit und Gemeinschaftsunterstützung gezielter und wirksamer einzusetzen.

Quelle