30 April 2026, 08:37

Woidke erhöht Druck auf Bundesregierung für Ostbahn-Ausbau nach Polen

Detailierte alte Karte von Szczecin, Polen, mit Hervorhebung der Bahnstrecke mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.

Woidke erhöht Druck auf Bundesregierung für Ostbahn-Ausbau nach Polen

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke erhöht den Druck auf die Bundesregierung wegen der Verzögerungen beim Ausbau der Ostbahn-Strecke nach Polen. Beim anstehenden Oder-Partnerschafts-Gipfel in Posen will er eine gemeinsame Position zum seit langem blockierten Projekt vorantreiben. Im Mittelpunkt steht die Modernisierung der Bahnverbindung zwischen Berlin und Küstrin-Kietz, einer zentralen Achse in Richtung Polen.

Der Streit eskaliert nach Jahren der Untätigkeit auf der Strecke Berlin–Küstrin, die auf deutscher Seite weiterhin nicht elektrifiziert ist und teilweise nur eingleisig verläuft. Eine Studie des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) aus dem Jahr 2022 bezifferte die Kosten für einen vollständigen Ausbau auf bis zu 1,3 Milliarden Euro. Woidke wirft der Bundesregierung seit Langem vor, Fortschritte zu blockieren, und fordert schnellere Entscheidungen für die dringend nötige Sanierung der Strecke.

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Vor knapp zwei Jahren wurde zwar eine neue Brücke über die Oder fertiggestellt, die das polnische Kostrzyn mit Küstrin-Kietz in Brandenburg verbindet. Doch der Bahnverkehr über die Brücke ruht weiterhin, da die Ausbauarbeiten auf deutscher Seite noch nicht abgeschlossen sind. Der Marschall der Woiwodschaft Lebus hat Deutschland aufgefordert, die Arbeiten zu beschleunigen, und betont die Notwendigkeit grenzüberschreitender Zusammenarbeit.

Die aktuellen Ausbaupläne sehen unter anderem die Verlegung eines zweiten Gleises zwischen Berlin und Küstrin-Kietz vor. Über den Verkehrssektor hinaus arbeiten Brandenburg und die polnische Partnerregion auch daran, die Zusammenarbeit in den Bereichen medizinische Versorgung und Gesundheitswesen zu intensivieren.

Woidkes Vorstoß für eine gemeinsame Forderung beim Gipfel in Posen unterstreicht die wachsende Verärgerung über die stockenden Bahnprojekte. Ohne Bundesförderung und -zustimmung bleibt die Strecke Berlin–Küstrin ein Nadelöhr für den grenzüberschreitenden Verkehr. Das Ergebnis des Gipfels könnte entscheiden, ob die lange erwarteten Modernisierungsmaßnahmen endlich vorankommen.

Quelle