12-Stunden-Regel für Spritpreise: Warum Benzin in Deutschland teurer wird als in der EU
Madlen Scholz12-Stunden-Regel für Spritpreise: Warum Benzin in Deutschland teurer wird als in der EU
Deutschlands neue 12-Stunden-Regel für Spritpreis-Anpassungen trat am 1. April in Kraft. Die Änderung sollte die Preise stabilisieren, hat jedoch stattdessen die Gewinne der Mineralölindustrie gesteigert. Erste Daten zeigen, dass die Benzinpreise in Deutschland stärker stiegen als in den Nachbarländern der EU.
In den ersten beiden Wochen nach Einführung der Regelung stiegen die Gewinnspannen bei Superbenzin im Schnitt um sechs Cent pro Liter. Bei Diesel blieben die Margen hingegen aufgrund anhaltender Preisschwankungen uneinheitlich.
Die stärksten Preisanstiege waren bei kleineren Tankstellenketten und unabhängigen Betreibern zu beobachten, während große Anbieter nur moderate Erhöhungen verzeichneten. Kritiker warnen, die Regelung könnte die Preise weiter in die Höhe treiben, da Händler die Kosten präventiv anheben könnten.
Besonders betroffen ist Süddeutschland, wo höhere regionale Einkommen und unterschiedliche Lebenshaltungskosten den Effekt verstärken. Die Entwicklung wirft Zweifel auf, ob die Maßnahme ihre eigentlichen Ziele erreichen wird.
Bisher hat die 12-Stunden-Regel zu höheren Benzinmargen und Extraprofiten für die Ölkonzerne geführt. Kleinere Betreiber passten die Preise aggressiver an als große Ketten. Beobachter werden weiter prüfen, ob die Verordnung die Spritkosten stabilisiert – oder sie noch weiter steigen lässt.






