Brandenburg bleibt Eier-Spitzenreiter trotz Krankheitsrisiken und leichtem Rückgang
Madlen ScholzBrandenburg bleibt Eier-Spitzenreiter trotz Krankheitsrisiken und leichtem Rückgang
Brandenburgs Geflügelhöfe produzierten 2024 rund 964 Millionen Eier – die zweitgrößte Menge seit 1990. Trotz eines leichten Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Region einer der wichtigsten Eierproduzenten Deutschlands. Doch Krankheitsausbrüche stellen die heimischen Landwirte weiterhin vor Herausforderungen.
Die Zahlen für 2024 zeigen einen Rückgang um knapp 13 Millionen Eier (1,3 Prozent) gegenüber 2023. Den größten Anteil steuerten Hennen aus Bodenhaltung bei mit 730 Millionen Eiern. Es folgten die ökologische Haltung mit fast 127 Millionen Eiern und die Freilandhaltung mit etwa 107 Millionen – ein Plus von 11 Millionen im Vergleich zum Vorjahr.
Brandenburg ist bekannt für seine großflächigen Geflügelbetriebe. 2023 lag die durchschnittliche Bestandsgröße bei 62.000 Hennen – der höchste Wert in Deutschland. Dennoch bleibt die Gefahr von Tierseuchen bestehen. Im März 2026 brach in einem Betrieb im Landkreis Dahme-Spreewald die Newcastle-Krankheit aus, die rund 375.000 Legehennen betraf. Es war bereits der zweite derartige Vorfall in Brandenburg.
Die Produktionszahlen von 2024 unterstreichen Brandenburgs starke Position in der Branche, trotz des leichten Rückgangs. Während die Freilandhaltung wuchs, hielten Boden- und Ökohaltung ihre hohe Auslastung. Gleichzeitig belasten Krankheitsausbrüche wie die Newcastle-Krankheit weiterhin große Bestände in der Region.






