Brandenburgs Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Missbrauch
Gunda JopichBrandenburgs Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewalt und Missbrauch
Brandenburg verzeichnete 2025 insgesamt 166.508 Straftaten – ein Rückgang um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz des allgemeinen Rückgangs stiegen bestimmte Delikte jedoch deutlich an, darunter Gewaltkriminalität und Sexualstraftaten gegen Minderjährige.
Diebstahlsdelikte dominierten die Statistik und machten fast ein Drittel aller gemeldeten Fälle aus. Insgesamt wurden 50.612 Diebstähle registriert, während die Zahl der Raubüberfälle auf 1.130 Fälle anstieg. Auch Gewaltstraftaten nahmen zu: Mit 5.443 Fällen verzeichnete die Polizei einen Anstieg um 2 Prozent gegenüber 2024. Innerhalb dieser Kategorie erreichten schwere und gefährliche Körperverletzungen 3.923 Fälle.
Sexualstraftaten stiegen um 18,5 Prozent auf 3.344 Fälle. Hauptverantwortlich für diesen Anstieg war ein deutlicher Zuwachs bei Kinder- und Jugendpornografie, deren Fallzahlen von 812 auf 1.177 stiegen. Ohne migrationsbezogene Verstöße belief sich die Gesamtzahl der Straftaten auf 151.124.
Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 57,7 Prozent und blieb damit auf dem Niveau der Vorjahre.
Die Kriminalstatistik für 2025 zeigt ein gemischtes Bild für Brandenburg: Zwar ging die Gesamtzahl der Straftaten um 5,7 Prozent zurück, doch in bestimmten Bereichen – etwa bei Gewaltverbrechen und sexueller Ausbeutung – gab es deutliche Zunahmen. Die Behörden beobachten diese Entwicklungen weiterhin im Rahmen ihrer Bemühungen um die öffentliche Sicherheit.






