Riester-Rente wird 2025 durch neues Standard-Rentenprodukt ersetzt
Die deutsche Koalitionsregierung hat sich auf die Abschaffung der umstrittenen Riester-Rente geeinigt und wird diese durch ein neues, kostengünstiges Standard-Altersvorsorgeprodukt ersetzen. Die Vereinbarung zwischen der Christlich-Demokratischen Union (CDU/CSU) und der Sozialdemokratischen Partei (SPD) zielt darauf ab, die private Altersvorsorge für Millionen Arbeitnehmer zu vereinfachen. Verbraucherschützer fordern eine solche Reform bereits seit Langem und verweisen dabei auf das staatlich gestützte schwedische Modell als Vorbild.
Das neue zentrale Standardprodukt, bekannt als zentrales Standard-Rentenprodukt (zZR), soll 2025 oder 2026 eingeführt werden. Es umfasst einen staatlich regulierten Markt mit 20 bis 30 kostengünstigen Fonds, darunter Aktien-, Renten- und Mischfonds. Sparer können über eine neutrale Plattform des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales kostenlos zwischen diesen Fonds wechseln.
Das System beinhaltet einen standardmäßigen Lebenszyklusfonds, der das Risiko automatisch anpasst, je näher der Renteneintritt rückt. Zudem gibt es eine zehnjährige Verlustschutzgarantie. Große deutsche Anbieter wie Allianz, Deutsche Bank (DWS), Union Investment, Talanx (HDI) und Union Versicherung haben bereits zugesagt, ihre Teilnahme zugesichert. Verhandlungen mit internationalen Unternehmen wie Pictet und Amundi laufen noch.
Ursprünglich sah der Plan vor, dass private Anbieter eigene Standardprodukte auf Provisionsbasis anbieten. Nun wird das zentrale Produkt als Referenz dienen und Verbrauchern eine klare, bezahlbare Alternative bieten. Ramona Pop, Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), bezeichnete die Einigung als "Meilenstein" und betonte die Notwendigkeit einfacher, zugänglicher Sparmöglichkeiten.
Die Reform lenkt die private Altersvorsorge in Richtung eines transparenten, staatlich unterstützten Modells. Das neue Standardprodukt soll höhere Renditen bei geringeren Kosten bieten. Verbraucherschutzorganisationen werden die Umsetzung genau beobachten. Die finalen Details, einschließlich der endgültigen Liste der Anbieter, sollen in den kommenden Monaten festgelegt werden.






