24 March 2026, 08:33

Deggendorf: Frau soll Lebensgefährten mit Thalliumsulfat vergiftet haben

Eine Frau in einem langen Kleid steht mit gefalteten Händen neben einem Mann, der auf dem Boden liegt und seinen Kopf auf den Händen hat; der Text lautet "Die führende Richterin des Kreisgerichts".

Deggendorf: Frau soll Lebensgefährten mit Thalliumsulfat vergiftet haben

Giftmordprozess: 53-Jährige aus Deggendorf soll Partner mit Thalliumsulfat vergiftet haben

Nächsten Dienstag muss sich eine 53-jährige Frau aus Deggendorf vor dem Landgericht Deggendorf wegen des mutmaßlichen Mordes an ihrem Lebensgefährten verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, den Mann im Januar 2025 mit Thalliumsulfat – einem hochgiftigen Chemikalienstoff – vergiftet zu haben. Der Prozess beginnt mit schweren Vorwürfen gegen die Angeklagte.

Das Opfer hatte zunächst grippeähnliche Symptome gezeigt, bevor sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte. Da die Ärzte die Vergiftung nicht erkannten, gestaltete sich die Behandlung schwierig. Später fiel der Mann ins Koma und starb trotz medizinischer Bemühungen an multiplem Organversagen.

Den Ermittlungen zufolge bestellte die Frau das Thalliumsulfat bereits im November 2024 über ein in der Ukraine ansässiges Unternehmen im Internet. Das Unternehmen hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Als mögliches Motiv vermuten die Behörden eine Affäre des Opfers im Jahr 2024.

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Der Prozess soll sieben Verhandlungstage umfassen, wobei 48 Zeugen und fünf Sachverständige gehört werden. Unter den Zeugen wird auch die Tochter des Opfers sein, die sich als Nebenklägerin dem Verfahren angeschlossen hat. Ein Urteil könnte bereits im Mai fallen.

Die Angeklagte, die die ukrainische Staatsbürgerschaft besitzt, wird in der kommenden Woche vor Gericht erscheinen. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht der mutmaßliche Einsatz eines seltenen und tödlichen Giftes. Bei einer Verurteilung drohen ihr schwere rechtliche Konsequenzen.

Quelle