30 June 2026, 12:29

Gorleben bleibt länger als geplant: Zwischenlager für Atommüll soll 20 Jahre länger laufen

Gorleben wird verlängert

Gorleben bleibt länger als geplant: Zwischenlager für Atommüll soll 20 Jahre länger laufen

Atomanlagen-Zwischenlager Gorleben soll länger als geplant betrieben werden

Das deutsche Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle in Gorleben wird länger in Betrieb bleiben als ursprünglich vorgesehen. Die aktuelle Genehmigung läuft zwar 2034 aus, doch ein Antrag auf eine Verlängerung um 20 Jahre liegt bereits vor. Umweltschützer haben gegen die Pläne bereits Bedenken angemeldet.

Die Anlage in Gorleben wurde zwischen 1982 und 1983 errichtet. Ihre Wände und Decken sind dünner als die modernerer Zwischenlager. Seit 1995 wurden dort in 13 Transporten 113 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall angeliefert – jeder Transport wurde von massiven Protesten begleitet.

Die Verlängerung wird mit Sicherheitsgründen begründet, um regelmäßige Kontrollen zu gewährleisten. Doch die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg warnt vor langfristigen Risiken. Sie zweifelt daran, dass die Anlage Terroranschlägen oder Kriegsereignissen standhalten könnte.

Die Suche nach einem Endlager für die hochradioaktiven Abfälle in Deutschland dauert indes an. Der gesetzlich vorgesehene Termin für eine Entscheidung bis 2031 wird voraussichtlich verfehlt, was die endgültige Lösung für die in Gorleben gelagerten Abfälle weiter verzögert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Solange die Standortsuche für ein Endlager andauert, bleibt Gorleben vorerst in Betrieb. Die beantragte 20-jährige Verlängerung soll Sicherheit und Einhaltung der Vorschriften gewährleisten. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, wie lange der hochradioaktive Abfall noch im Zwischenlager Gorleben verbleibt.

Quelle