30 June 2026, 12:29

Wagenknechts BSW fordert AfD-Debatten und bricht politische Tabus vor Ost-Wahlen

BSW schickt kuscheln Brief an AfD

Wagenknechts BSW fordert AfD-Debatten und bricht politische Tabus vor Ost-Wahlen

Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) fordert die Abschaffung der politischen Brandmauer gegen die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD). Zudem hat sie die AfD-Vorsitzende Alice Weidel zu zwei öffentlichen Debatten vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland herausgefordert. Die Diskussionen sollen in Magdeburg und Schwerin stattfinden, wo in Kürze in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gewählt wird.

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In Sachsen-Anhalt findet die Wahl am 6. September statt, in Mecklenburg-Vorpommern folgt sie am 20. September. Die BSW will mit diesen Wahlen die politische Landschaft in den ostdeutschen Bundesländern verändern.

Die Partei schlug eine Debatte zwischen Weidel und der BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht auf einem zentralen Platz in Ostdeutschland vor. Zudem kündigte sie an, in beiden Städten Wahlkampfpodien zu errichten. Wagenknecht kritisiert, dass öffentlich-rechtliche Sender ihrer Partei kaum eine Plattform bieten.

Die BSW strebt keine formelle Koalition mit der AfD an, sucht aber deren Unterstützung, um im Parlament Mehrheiten zu sichern. Sie fordert „überparteiliche Ministerpräsidenten“, die mit wechselnden Bündnissen regieren – darunter auch mit der AfD. Die Partei argumentiert, sowohl sie als auch die AfD stünden in der Kritik der etablierten Politik, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.

Im Mittelpunkt der BSW-Forderungen stehen der Abbau politischer Isolation und eine Neuausrichtung der Regierungsbildung im Osten. Die geplanten Debatten und Kooperationsangebote könnten die anstehenden Landtagswahlen beeinflussen. Die Partei betont, es gehe um parlamentarische Zusammenarbeit – nicht um feste Koalitionen.

Quelle