Kinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Madlen ScholzKinderschützer fordern Stopp für Epstein-Merchandise auf Online-Plattformen
Eine französische Kinderschutzorganisation hat sich gegen den Online-Verkauf von Kleidung ausgesprochen, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung steht. Die Initiative Mouv'Enfants verurteilte die Artikel scharf und argumentiert, dass sie seine Verbrechen an Minderjährigen verharmlosen. Die Organisation fordert nun ein vollständiges Verbot solcher Merchandise-Produkte auf allen großen Plattformen.
Der Streit entbrannte, nachdem auf Etsy, Vinted, AliExpress und eBay Sweatshirts und T-Shirts mit Epsteins Initialen – JEE (Jeffrey Edward Epstein) – entdeckt worden waren. Einige Designs zeigten Epstein sogar zusammen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in einem roten Herz. Mouv'Enfants betonte, Epstein sei keine Kultfigur, sondern ein verurteilter Kinderschänder, der systematisch sexuelle Gewalt gegen Kinder verübt habe.
Der Gründer der Organisation, Arnaud Gallais, kritisierte digitale Plattformen dafür, solche Inhalte nicht ausreichend zu überwachen. Er argumentierte, dass die Duldschaft dieser Verkäufe bei großen Online-Händlern ein Gefühl der Straflosigkeit fördere. Zudem warnte Mouv'Enfants, dass die kommerzielle Verwertung von Epsteins Bild das Risiko berge, seine Verbrechen zu normalisieren.
Als Reaktion kündigten Vinted und eBay an, die betreffenden Artikel zu entfernen. Vinted erklärte, die Plattform verbiete strikt Inhalte, die sexuellen Missbrauch verherrlichen, und verfolge dabei eine Null-Toleranz-Strategie. Bislang äußerten sich die Unternehmen jedoch nicht zu weiteren Maßnahmen, um ähnliche Angebote künftig zu verhindern.
Der Aufruf zum Handeln erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken, wie Online-Marktplätze anstößige Merchandise-Produkte regulieren. Mouv'Enfants fordert schärfere Kontrollen, um den Verkauf von Artikeln zu unterbinden, die verurteilte Straftäter verherrlichen. Bisher haben die betroffenen Plattformen zugesagt, die identifizierten Produkte zu löschen.






