24 March 2026, 22:36

Merz schließt Steuersenkungen in dieser Legislaturperiode kategorisch aus

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, mit der Aufschrift "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für Wohlhabende und große Unternehmen noch weiter."

Merz schließt Steuersenkungen in dieser Legislaturperiode kategorisch aus

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Steuersenkungen unter der aktuellen CDU/CSU-SPD-Koalition ausgeschlossen. Mit fast der Hälfte der Legislaturperiode im Rücken betonte er, dass wichtige Entscheidungen noch vor der Sommerpause fallen müssten. Unterdessen wird weiterhin darüber diskutiert, wie die bereits beschlossenen Steuerentlastungen für 2026 und die folgenden Jahre finanziert werden sollen.

Die Regierung hat Steuersenkungen beschlossen, die ab Januar und März 2026 in Kraft treten sollen. Dazu gehören ein höherer Grundfreibetrag, erhöhte Kindergeldzahlungen, eine vereinfachte Pendlerpauschale sowie eine Senkung der Körperschaftsteuer von 15 auf 10 Prozent – letztere könnte bereits 2027, ein Jahr früher als geplant, umgesetzt werden. Auch Senkungen bei den Energiesteuern, etwa eine niedrigere Stromsteuer und günstigere Industrie-Strompreise, sind Teil des Pakets.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Doch die Finanzierung dieser Maßnahmen bleibt ungewiss. Haushaltslücken von über 60 Milliarden Euro für die Jahre 2028 bis 2029 haben Streit ausgelöst. Die Opposition schlägt Lösungen vor, etwa eine höhere Erbschaftsteuer für Vermögende oder eine Anhebung der Mehrwertsteuer. Wirtschaftsverbände warnen hingegen, dass höhere Steuern zu Arbeitsplatzverlusten führen könnten.

Merz bekräftigte zwar das Bekenntnis der Koalition zu den Steuerentlastungen, betonte aber, dass dadurch keine neuen Belastungen entstehen dürften. Er zeigte sich offen für Anpassungen über Sozialabgaben für bestimmte Einkommensgruppen. Zudem äußerte der Kanzler Interesse an den Vorschlägen von Finanzminister Klingbeil für gezielte Einkommensteuerentlastungen.

Die Koalition steht unter Zeitdruck, die Finanzierungsfragen vor der Sommerpause zu klären. Die Steuerentlastungen sind geplant, doch Haushaltslücken und politische Uneinigkeit bestehen fort. Merz' Ablehnung von Steuererhöhungen lässt nur wenig Spielraum, um die Haushaltsdefizite auszugleichen.

Quelle