26 April 2026, 18:29

Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Rufbusses in Salzgitter-Thiede

Ein gelber Schulbus der Marke "First Student" vor einem roten Backsteingebäude mit ein paar Menschen drinnen, Bäume im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel.

Schülerinnen kämpfen um den Erhalt des Flexo-Rufbusses in Salzgitter-Thiede

Zwei Schülerinnen aus Salzgitter-Thiede kämpfen für den Erhalt des Flexo-Rufbusdienstes. Das flexible Nahverkehrsangebot, das Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad, Baddeckenstedt und weitere umliegende Gebiete bedient, verliert zum Jahresende 2026 seine aktuelle Förderung. Ohne Gegenmaßnahmen hängt seine Zukunft davon ab, ob die Kommunen die Kosten übernehmen.

Der Flexo-Bus wurde zunächst mit Mitteln aus dem Regionalfonds eingeführt. Seitdem trägt der Regionalverband Braunschweig 50 Prozent der Ausgaben, doch diese Förderung läuft im Dezember 2026 aus. Danach müssen die Gemeinden den Service im Rahmen ihrer örtlichen Verkehrsverpflichtungen selbst finanzieren.

Ece Hickorkmaz und Esila Isbir, Schülerinnen einer Schule in Salzgitter-Thiede, haben die Initiative ergriffen, um den Flexo-Betrieb zu sichern. Sie starteten eine Online-Petition auf change.org mit dem Ziel von 2.700 Unterschriften. Bis Sonntag hatten bereits 460 Unterstützer unterzeichnet.

Das Duo hat zudem lokale Verantwortungsträger kontaktiert, darunter Christian Striese, den Bürgermeister des Salzgitteraner Stadtteils Nordost. Mit Flyeraktionen und Gesprächen mit dem Betriebsrat der KVG machen sie auf das Thema aufmerksam. In einigen Gebieten ist die Zukunft des Flexo-Busses bereits gesichert: Der Landkreis Gifhorn hat Verträge bis 2033 abgeschlossen, Baddeckenstedt bis 2031.

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Die endgültige Entscheidung für 2027 liegt bei den kommunalen Politikern. Sie müssen noch in diesem Jahr über die Finanzierung beschließen, um eine Einstellung des Dienstes zu verhindern. Wird keine neue Förderung vereinbart, stellt der Flexo-Bus nach 2026 den Betrieb ein. Die Kampagne der Schülerinnen unterstreicht die Bedeutung des Angebots für die Region. Die Kommunen stehen nun vor der Wahl: die finanzielle Verantwortung übernehmen oder den Rufbus verschwinden lassen.

Quelle